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neue praxis - Heft 2/2009
6/2008 Andreas Hanses Wissen als Kernkategorie einer nutzerInnenorientierten Dienstleistungsanalyse – eine heuristische Perspektive (563 ff) Vor dem Hintergrund empirischer Analysen stellt Andreas Hanses die These auf, dass »Wissen« eine theoretische Zentralkategorie einer nutzer-Innenorientierten Dienstleistungsforschung sein kann, die die Integration sowie die Differenz der unterschiedlichen Dimensionen von Dienstleistung gleichermaßen erlaubt und damit eine zentrale heuristische Perspektive für eine differenzierte wie komplexe Dienstleistungsanalyse ermöglicht. Hierzu erfolgt zunächst eine Bestimmung des Wissensbegriffs und darauf aufbauend eine Beschreibung der unterschiedlichen Wissensordnungen. Abschließend werden dann Perspektiven und Reichweiten einer »wissensbasierten« Dienstleistungsanalyse eröffnet. 1/2009 Johannes Münder Das Kinderförderungsgesetz – Änderungen, Fragen, Probleme (3 ff.) Rückblickend auf die gesetzlichen Entwicklungen zum SGB VIII sind das TAG, das KICK und aktuell das Kinderförderungsgesetz (KiföG) die drei zentralen Änderungsgesetze in der Kinder- und Jugendhilfe der letzten Jahre. In seinem Beitrag stellt Johannes Münder zunächst die durch das KiföG ausgelösten Änderungen dar, bevor er den damit einhergehenden Fragen und Problemen nachgeht. Der Ausbau der Tagesförderung von Kindern und der Schutz bei Kindeswohlgefährdungen sind Entwicklungen, gegen die sich bei singulärer Betrachtung nichts einwenden lässt, bei Betrachtung der Gesamtentwicklung und der Nebenfolgen jedoch Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendhilfe insgesamt hat. Marion Küfner Pflegekinderhilfe in Deutschland, England und den Niederlanden. Einige Anregungen zum Weiterdenken und -forschen (Teil 2) (S. 17 ff.) (Fortsetzung des Beitrages aus np 6/08) Anspruch und Anliegen der rechtsvergleichenden Untersuchung von Marion Küfner ist es, einen Ein- und Überblick über das System der Vollzeitpflege sowie die jeweilige Rechts- und Hilfepraxis in anderen Ländern zu geben. Dazu werden die gesammelten Erkenntnisse und Eindrücke aus Literatur und Experteninterviews widergegeben, die teilweise durch Vorträge und Gespräche mit weiteren Experten während einer dreitägigen internationalen Netzwerkkonferenz zur Vollzeitpflege, die die Universität Siegen in Kooperation mit dem Pflegekinderprojekt des Deutschen Jugendinstituts und der Internationalen Gesellschaft für Erziehung im Sommer 2007 durchführte, untermauert werden konnten. Michael Habersam/Martin Piber Controlling kommunaler sozialer Dienstleistungen (S. 34 ff.) Ausgehend von der Koordinationsorientierung als Kern des Controllings, dessen spezifische Festlegung jedoch zunehmend in die Kritik geraten ist, betrachten Michael Habersam und Martin Piber unter Bezug auf die Evaluationsdebatte die konzeptionelle Vielfalt unterschiedlicher Ansätze in der Controllingforschung. Des Weiteren wird anhand des empirischen Materials aus einer qualitativen Einzelfallstudie das Selbstverständnis und der konkrete Tätigkeitsbereich von Controllern in einem kommunalen Krankenhaus beispielhaft beleuchtet. Heidrun Herzberg/Inga Truschkat Altenpflegeausbildung: Ein Professionalisierungsprozess zwischen konkurrierenden Wissensordnungen (S. 53 ff.) Bedingt durch den demografischen Wandel in Deutschland steht die Altenhilfe vor neuen Herausforderungen, die Heidrun Herzberg und Inga Truschkat anhand der Professionalisierungsstrategie der Institutionalisierung und der Kanonisierung des Wissens in der Altenpflege nachzeichnen. Mit Blick auf das professionelle Selbstbild werden sodann die sich hieraus ableitbaren Hemmnisse bei der Umsetzung der Altenpflegeausbildung reflektiert und die herrschenden Wissensordnungen genauer beschrieben, die die aktuellen Entwicklungen bestimmen. Beiträge Katharina Gröning Entwicklungslinien pädagogischer Beratung. Eine kritische Reflexion über Beratungsformen und Beratungsverständnis (S. 103 ff.) In ihrer Reflexion über die historischen Entwicklungslinien pädagogischer Beratung zeigt Katharina Gröning am Beispiel von Beratungsformen, die vorrangig für Jugendliche und/oder ihre Eltern sowie für junge Erwachsene angeboten werden, auf, wie sich insbesondere Erziehungsberatung, Sexualberatung und Berufsberatung in den Epochen Kaiserreich und Weimarer Republik, Nationalsozialismus und Nachkriegszeit bis zum Ende der 1950er Jahre entwickelt haben. Zum einen werden hierbei die Diskurse und ihre Bedeutung für die Institutionalisierung eines Beratungsangebotes berücksichtigt und zum anderen die Professionsaspekte reflektiert. Ulrike Eichinger Die Restrukturierung der Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit aus der Beschäftigtenperspektive (S. 117 ff.) Im Rahmen einer qualitativ angelegten Studie analysiert Ulrike Eichinger die mit dem Wandel des sozialstaatlichen Gefüges in Deutschland verbundenen neuen Anforderungen an die Beschäftigten in der Sozialen Arbeit. Die Erhebung fand vor dem theoretischen Hintergrund des subjektwissenschaftlichen Ansatzes statt, der den Arbeitsbedingungen eine zentrale Stellung zuweist. Dabei wurde vorausgesetzt, dass die konkreten historischen Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit Möglichkeits-, Anforderungs- und Realisierungsverhältnisse darstellen, die typische Bedeutungen als Voraussetzungen für das subjektive Handeln von PraktikerInnen implizieren. Karl-Heinz Braun/Martin Felinger Sinn-Bildung von Kindern. Eine Fallstudie (S. 129 ff.) Der Beitrag von Karl-Heinz Braun und Martin Felinger geht anhand der Ergebnisse einer Befragung österreichischer VolksschülerInnen der Frage nach, welche Bildungschancen die Kinder und Jugendlichen objektiv haben und in welcher Weise sie diese subjektiv auch wahrnehmen und realisieren. Denn infolge der Verschärfung gesellschaftlicher Ungleichheiten, zunehmender Einschließung der sozialen und ethnischen Milieus sowie die ausgeweitete religiöse Deutung kultureller, institutioneller und politischer Konflikte haben sich auch die Bedingungen und Verlaufsformen des Aufwachsens erheblich verändert. Werner Schönig/Dieter Wasmuth (†) Altersarmut als kommunales Handlungsfeld. Lebenslagen und Fallstruktur eines zunehmenden sozialpolitischen Problems (S. 145 ff.) So wie das Zurückdrängen der Altersarmut eine der wichtigsten sozialpolitischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte war, so wird ihre absehbare Rückkehr als symbolischer Vorgang für den Rückzug des Sozialstaats interpretiert werden und daher grundlegenden Diskussionsbedarf über sozialpolitische Schwerpunktsetzungen auslösen. Grund genug für Werner Schönig und Dieter Wasmuth, dieses Thema aufzugreifen und dabei insbesondere auf die Spezifika der Altersarmut als Lebenslage und kommunale Handlungsperspektiven einzugehen. Wolfgang Deichsel Innovative didaktische Praxis in der Rechtslehre: Die Rechtsfallwerkstatt (S. 164 ff.) Ausgehend von den drei – in Anlehnung an die für eine Forschungswerkstatt entwickelten – Konstitutionsprinzipien einer »Rechtsfallwerkstatt«, nämlich Fallanalyse, dokumentarische Methode sowie Lehrarrangement und Lernsetting, beschäftigt sich Wolfgang Deichsel mit der Umsetzung der wissenschaftlichen Rechtsfallanalyse im dreifachen Sinne. Vertieft werden dabei insbesondere die Anwendung der dokumentarischen Methode der Interpretation und der Werkstattraum als soziales Arrangement, in dem alles stattfindet. Berichte Hyo-Seon Lee Die verlorene Generation. Über die biografische Entwicklung und das Leben alter Frauen im Süd-Korea der Gegenwart (S. 179 ff.) Nadine Feldhaus/Annika Gaßmöller/Adam Zawadzki/Holger Ziegler Lebensführungsprobleme und Soziale Arbeit (S. 191 ff.) Personalia Franz Hamburger Rudolph Bauer zum 70. Geburtstag (S. 201 ff.) Benno Hafeneger Abenteuer, Subjekt, Krise und Bildung. Prof. Dr. Peter Becker geht in den Ruhestand (S. 203 ff.) zurück... |
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